Erinnerung bewahren, Verantwortung für heute und morgen übernehmen

Heute zum Tag der Opfer des Nationalsozialismus, am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, gedenken wir aller Menschen, die Opfer des NS-Regimes geworden sind. Auschwitz steht heute als Chiffre für den absoluten Zivilisationsbruch. Wir erinnern auch an die, die überlebt und erzählt haben. Ihre Erzählungen ernst zu nehmen, ist unser politischer Anspruch.

Stellvertretend für alle Überlebenden mahnt uns der 1987 verstorbene Überlebende des Konzentrationslager Auschwitz, Primo Levi: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“

Agnes Scharnetzky, gedenkpolitische Sprecherin: „Zivilisation kann bersten – Die Überlebenden der Konzentrationslager haben den absoluten Zivilisationsbruch erlebt. Sie in ihren Berichten über das Leid und die Angst zu würdigen und hochzuhalten, ‎bedeutet für uns heute auch, bereits vermeintlich kleine Ausfälle des humanen Zusammenlebens im Alltag ernst zu nehmen und sich dem als Bürger*innen couragiert entgegen zu stellen. Es bedeutet für uns als Politiker*innen, unser Handeln und unsere Ideen, unser Reden stets kritisch zu prüfen, dass es den demokratischen und humanistischen Werten Rechnung trägt. Der Alltagsrassismus im öffentlichen Raum in Dresden zeigt uns, wie groß die Aufgabe heute ist.“

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